Die Woche über hat sich nicht viel abgespielt. Üblicher Unibetrieb, diesmal auch mit Praktikum. Habe da zur Zeit recht viel Stress, weil mir kommende Woche mehrere Tests blühen.
Heute morgen dann ging es wieder 6:00 los, diesmal mit etwas mehr Verspätung. Der Busfahrer hatte seine Fahrerlaubnis wahrscheinlich im Lotto gewonnen. Hat sich verfahren, ständig sinnlose Vollbremsungen… . Die Fahrt nach Alpe d’Huez hoch bei immer dichter werdender Schneedecke war auch schon fast spektakulär. Schneeketten hat er allerdings keine aufgezogen, hätte ich mit meinem Auto wahrscheinlich auch nicht.
Das Snowboarden war cool. Nach anfänglicher erheblicher Bewolkung/Schneefall/Nebel begleitet von lauten Knalls wegen Lawinensprengungen ist ab halb elf die Sonne herausgekommen und wir haben Alpe d’Huez schön eingeschneit erlebt. Hatte die letzten Tage dort wohl 30-60cm Neuschnee, was man auch auf der Piste merkte. Teilweise konnten wir sogar Tiefschnee fahren. Da habe ich gemerkt, dass das mit dem Snowboard wesentlich einfacher ist als mit Skiern. Ich mache Fortschritte. Es klappt immer besser, ich falle weniger hin und Pisten die mir die letzte Woche noch furchtbar steil vorkamen stellten heute keine große Schwierigkeit mehr dar.

Bei einer Schleppliftfahrt hatte ich eine kurze Schrecksekunde und dachte der Tag sei gelaufen. Beim Einstieg in den Schlepplift beschleunigte der Bügel sehr abrupt, sodass ich ca. 3m (J) weit geflogen bin, anschließend hingefallen bin und mir die Leiste verdreht habe. Hat anfangs sau weh getan, doch nach kurzer Zeit wurde es wieder normal und ich konnte den Tag normal fortsetzen.
Gekennzeichnet war der Tag heute noch von einer Erasmus-Flachzange, die ständig irgendwas verpeilt/vergessen hat, aber ansich recht sympatisch ist. Unser Skilehrer andauernd: „Onur, il est où?“ Anfangs hatte er den Skihelm dem in der Skilehrer ausgeliehen hatte zuhause vergessen, deswegen einen Anschiss kassiert, dann hat er es verpeilt eine Versicherung zu kaufen, vergessen aufs Klo zu gehen…. . 7 der 10 Male nachdem ich die Frage unseres Lehrers „Onur, il est où“ gehört habe ist er nach 5 Minuten mit 5m³ Schnee um sich herum aus der Versenkung aufgetaucht, immer tief grinsend. Abschlussgag: Abfahrt des Busses wieder nach Hause, Onur saß erst im Bus, ist dann wieder rausgegangen, Bus fuhr los. Skilehrer: „Onur, il est où“ Da hatte ich dann fast einen Lachkrampf bekommen. Auf jeden Fall fuhr der Bus weiter, und unser Skilehrer meinte sinngemäß, der findet schon alleine heim. Habe schon gedacht, die hätten den armen Tölpel zurückgelassen, aber er war nur auf dem Beifahrersitz und hat den Busfahrer wohl beim Arbeiten zugeschaut. Ich hatte ihn unterschätzt.
Morgen werde ich neben Lernen noch mit den jeunes ambassadeurs auf die Fete de lumière gehen. Nur noch die stressige Woche hinter mich bringen, dann steht Weihnachten unmittelbar vor der Türe.
Euch allen einen schönen 2. Advent, bis bald

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