
Und noch welche aus der Innenstadt:
Der Besuch des Minaturmuseums, das ich auch schon mit Mia besichtigt habe rundete den Kulturtag ab. Wir haben uns abends bei mir zum Essen getroffen. Am dritten Tag haben meine Eltern die beiden Lyoner Berge Fouviere und Croix Russe besichtigt, was ich schon kannte, deswegen die zeit unter anderem zum Einkaufen nutzte.


Samstags waren wir zunächst im Part Dieu Shoppen, was mir dazu verhalf endlich wieder einen passenden Anzug zu haben, was auch Zeit wird, da hier demnächst die ersten Veranstaltungen vom Jeune Ambassadeur und wie ich heute erfahren habe wohl auch ein Uniball ansteht. Im Museum de Tissus, das wir anschließend besuchten, waren u.a. Weberzeugnisse aus dem 5. Jhd nach Christus ausgestellt, muss man auch als Lyoner mal gesehen haben. Fotos gibt es dazu leider nicht, aber das Museum war sehr interessant, anders als es der Name und das Thema vielleicht für einige von euch vermuten ließe. Aufgrund eines Einkaufsfehlers von mir bin ich nochmal in den Auchun gefahren –ich wollte für meine Eltern noch einen Rotwein kaufen- zur Rush Hour Zeit immerwieder ein Erlebnis, aber ich habe es gut überstanden. Meine Eltern haben in der Zwischenzeit noch die Fresque mit den berühmten Lyoner Persönlichkeiten besichtigt. Da muss ich unbedingt auch nochmal hin, wenn mans weiß ists natürlich leichter zu finden, aber unter andem die Lumiere Brüder und Antoine de Saint Exupery mit dem kleinen Prinzen sind hier zu sehen.
Das Essen gehen abends war auch ein absolutes Erlebnis. Ich weiß nicht ob das hier generell so üblich ist, aber man konnte in dem Lokal dem Koch live beim kochen zuschauen. Er wirkte null gestresst und hat es immer fertig bekommen, dass alle Gerichte für einen Tisch zur gleichen Zeit fertig waren. Auch das Flambieren eines Fleisches mit ca. 40cm hoher Stichflamme war sehr eindrucksvoll. Am Abreisetag wurde ich von meinen Eltern netterweise ins Novotel zum Frühstück eingeladen. Der Kontrast zum Insafrühstück, das ich ab heute wieder genießen darf drängte sich leidergottes sehr schnell auf, ich war demnach sehr dankbar für die luxuriöse Abwechslung. Gepäck ins Auto verladen haben wir noch eine „Landschaftstuckerfahrt“ unternommen, u.a. zu berühmten römischen Aquädukten. Auch wenn sie aufzufinden nicht auf Anhieb geklappt hat, waren die Leitungen überraschend gut erhalten. Es war schon eine interessante Kultur diese Römer. Für ihre Luxusbäder und die Wasserversorgung der Stadt haben die etliche (bis zu 100) km Leitungen über und unterirdisch verlegt.[hier der Google Earth Ausschnitt des ca. 200m langen gut erhaltenen Stücks. Ranzoomen lohnt sich, die Aufnahmen sind gut.]
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Und noch ein Foto dazu:

Die Fahrt ging weiter über zwei Hügel von denen einer 700 m hoch war. Hat mich auch
Das Museum findet in Amperes ehemaligem Wohnhaus Platz, das restauriert wurde und recht gut erhalten ist.
für Freaks hier noch der zweite Teil unserer Reiseroute, die ich mit meinem GPS aufgezeichnet habe. Der Fluss ist die Saone, ganz recht unten erkennt man noch die Rhone "einbiegen"
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Auf dem Weg zum Flughafen noch gemeinsam einen Kaffee getrunken, habe ich meine Eltern gegen fünf Uhr am Flughafen wieder abgesetzt. Abgesehen von Camembert, der für Sprengstoff gehalten wurde und deswegen leider weggeschmissen werden musste, verlief die Rückreise auch ohne weitere Zwischenfälle.
Fazit: Die 5 Tage Lyonbesichtigung haben meinen Eltern und mir sehr gut gefallen und waren ideal um meine Ferienzeit zu nutzen. Es war sehr nett, wiedereinmal ein paar Tage gemeinsam verbringen zu können, auch wenn ich nicht bei allen kulturellen Unternehmungen dabei war. Jedenfalls war ich sehr froh, dass ich meinen Eltern hier mal alles zeigen konnte und sie die Reise auf sich genommen haben. Es waren sehr sehr nette 5 Tage zusammen.
Lyon ist wirklich eine sehenswerte Stadt, das ist mir auch wieder aufgefallen. Wer also mal in der Nähe ist. Luftmatratze liegt bereit. Die Einladung ist hiermit ausgesprochen.

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