Donnerstag, 30. August 2007

Seidenweberei

Am heutigen Vormittag haben wir im Unterricht unter anderem einen Film über die Seidenweberei in Lyon angeschaut und dazu Fragen beantworten dürfen. Nach Vormittagsunterricht und Mittagessen sind wir dann teils mit Tram/Metro, oder wie Stephan [Bauigel aus Karlsruhe] und ich, mit dem Fahrrad auf den Hügel Croix Rousse gefahren um dort das Seidenwebemuseum zu besichtigen. Auch wenn ich die Maschinerien schon vom 7 Jahre zurückliegenden Schüleraustausch kannte, war es doch interessant, wie viel Mechanik und Automatismus in einer 1850 erfundenen Webemaschine stecken kann und wie viel Sorgfalt notwendig ist, um sie zu bedienen. Hier ein paar Fotos, der eigentliche Zweck dieses Blogeintrags:
Anschließend haben wir uns noch die Fresken angesehen,
die auch noch vom Lyonaustausch bekannt waren und sind über die traboules zurück zum Platz am Hotel de Ville gelaufen, was sich insgesamt etwas gezogen hatte aber dennoch interessant war. Etwas unangenehm daran war, dass ich noch mein Fahrrad an der Backe hatte und das dann die ganze Zeit runter oder wenn man sich verlaufen hatte auch wieder hoch tragen musste. Dafür wurde ich aber von der ganzen Gruppe bemitleidet und wir wurde auch mehrfach Hilfe angeboten.
Abschließend haben wir das immer schöner werdende Wetter genossen und noch ein Bier am Platz Hotel de Ville getrunken, bevor sich die Gruppe dann aufgelöst hat.
Mittlerweile weiß ich auch, wohin ich in ca. einer Woche hinziehen darf. Mir wurde wunschgemäß ein Einzel Appartment zugeteilt, was mich natürlich sehr freut. Auch Herumfummelei mit dem Modem Zugang wird dann der Vergangenheit angehören, da merkt man mal, wie verwöhnt man doch ist.

Morgen wird sich nichts besonderes hier abspielen, wegen des Wochenendes bin ich zu 80% entschlossen, was ich mache, doch dazu gibt’s dann in ein paar Tagen mehr Infos.

An dieser Stelle noch mal danke an meine Korrespondenten in Stuttgart, die mir jederzeit für Informationen zur Verfügung stehen und kleinere Laufjobs für mich erledigen.

Bis bald dann

Bilder vom Campus

Hier mal ein Bild meines netten Zimmernachbars aus Mexiko. Wir verstehen uns gut, auch wenn wir nie zur gleichen Zeit schlafen gehen.
Hier das Gebäude, in dem ich momentan wohne. Die Tram, die 2004 eröffnet wurde führt direkt am Haus vorbei.
Hier nochmal die Straßenbahn in Aktion. Ist Hochinteressant, weil sie eine "Niederflurstraßenbahn" ist. Als Eisenbahntechniker natürlich sehr interessant.
Mein Institut, das GMC Institut. Habe das Gebäude noch nicht von innen gesehen, werde mich die nächsten Tage da mal um den Studenplan kümmern.

Mittwoch, 29. August 2007

Anfang der Woche

Obwohl in letzter Zeit nicht soo viel spannendes passiert ist, melde ich mich trotzdem mal wieder. Sonntag Abend war ich zuerst bei Fabio, einem Italiener aus Turin, der mich zu Spagettiessen eingeladen hat, weil ich ihm einen Topf und ein Messer ausgeliehen habe. Anschließend waren wir noch am Rhoneufer, um den Geburtstag von Jana zu feiern, auch einer Austauschstudentin aus Deutschland, die ich aber sonst nicht näher kenne. Tagsüber unter der Woche ist dann immer Sprachkurs. Bin zur Zeit immer wieder hin und hergerissen. Mache gerade im schriftlichen noch elend viele Fehler, aber das Verstehen und sich ausdrücken klappt immer besser, wenn auch nur in kleinen Schritten. Morgen werden wir nachmittags ins Seiden/Webemuseum gehen. Dieser Wirtschaftssektor war und ist den Lyonern sehr wichtig, hier wurde auch die Webemaschine erfunden. Doch dazu dann evtl. morgen etwas mehr.
Montag abend habe ich abends eine kleine Radtour gemacht, um an einem netten Sommerabend Lyon vom Rhoneufer aus bei Nacht zu genießen, gestern abend waren wir im Freilichtkino. Gott sei Dank hatten Saskia und ich uns dazu entschlossen, das Rad anstelle der Metro zu nehmen. Bei ca. gleicher Abfahrtzeit waren wir trotz dauerndem Anhalten wegen der Einbahnstraßen 15 Minuten früher da. Der Rest der Gruppe Erasmusstudenten musste auch schon ca. 30-40 Minuten vor Ende es Films gehen, weil sie sonst die letzte Metro verpasst hätten. Auch ein Umstand der etwas unzufriedenstellend ist. Den Film ansich fand ich nicht so super spannend, weil er sich zeitweise etwas gezogen hat, allerdings war das Ambiente beim Freilichtkino sehr schön. Ich denke das ist so eine Art Programmkino, in dem vor allem ältere Filme gezeigt werden. Die Filmvorschau war recht vielversprechend. Unser Film handelte von einem brennenden Hochhaus in San Fransisco, sehr nett, weil ich die nähere Umgebung schon von dem Trip mit meinem Vater von vor einem Jahr kannte.
Zur Zeit nervt mich die Mensa hier etwas. Auch wenn man sich schnell daran gewöhnt, dass man fast nichts zu essen einkaufen muss, isst man schon sehr ungesund und wahrscheinlich nicht unter den hygenisch idealen Bedingungen. Am dritten Tag hatte sich eine Horde Ameisen auf einer vom Vorabend liegen gebliebenen Pommes getummelt, das hätte man vielleicht schon mal abends sauber machen können. Außerdem komme ich immer als letzter zum Mittagessen, weil die Essenszeiten „entzerrt“ sind und manche Sprachkursgruppen früher Mittagspause haben, dann aber nachmittags länger bleiben müssen. Für meine Gruppe hat das dann den Effekt, das meistens irgendwas alle ist, heute hatte ich Pommes mit Würstchen, aufgebraucht war schon das Erbsen und das Fenchelgemüse. Da heißt es dann Pech gehabt. Ein starkes Stück finde ich auch, dass gestern beim Frühstück die kalte Milch, heute dann die warme Milch sauer war. Wahrscheinlich haben sie gedacht, beim Aufwärmen wird die Milch wieder gut. :-) Das Personal hat sich dann zwar dafür entschuldigt, aber für Sorgfalt spricht das nicht gerade. Als ich einmal den Ausgabefuzzi gefragt habe, ob der Fisch mit Gräten ist, weil -wie viele wissen- ich da etwas empfindlich bin, hat er gemeint „Nein, das ist hier verboten“. Wenn ich schlagfertig genug gewesen wäre hätte ich sagen können, „Ja saure Milch ist auch verboten du Clown“, habe ich dann aber heruntergeschluckt. Gerüchten zufolge hat die Mensa während des Semesters einiges mehr zu bieten, deswegen ist das nicht so schlimm, abgesehen davon war das auch eine Zusammenstellung der schlimmsten Mensaerlebnisse, manchmal schmeckts auch ganz gut.
Wegen des kommenden Wochenendes bin ich etwas hin und hergerissen. Habe damit geliebäugelt, auf Les Deux Alpes mit dem Fahrrad zu fahren, oder hier mich mal in Bezug auf das Mountainbiken kundig zu machen. Aber da werde ich erst mal den Wetterbericht abwarten.
So, jetzt mache ich mich mal an meine Hausaufgaben. Will ja irgendwann mal auch meinen schriftlichen Ausdruck verbessern und meinen Wortschatz erweitern.

Und um es noch mal ausdrücklich zu sagen: Mir geht’s hier gut.

Bis die Tage mal wieder, ciao

Sonntag, 26. August 2007

Weekendsonntag

Nach Frühstück und auschecken war erst mal Flaute angesagt, sodass ein paar Kanu gefahren sind und ein paar andere in der Sonne herumgehangen. Ich habe dem Chef dann geholfen, ein paar Segelboote aufzubauen und mich dabei mit ihm unterhalten. Scheinbar braucht man wirklich keine Lizenz, wenn man hier ein Boot ausleihen will. Das schreit geradezu danach, dass wir noch mal an einen See fahren diesen Sommer. Hier ein Bild von unserem Mittagessen, dem BBQ.

Als Nachmittags Wind aufkam haben Mike und ich noch einen Katamaranausflug mit unseren spanischen Erasmuskolleg(inn)en gemacht, woraus auch diese Fotos entstanden sind. Der Chef wollte uns erst zwar eine Horde Chinesen aufs Auge drücken und selber mit den Spanierinnen abfahren, das haben wir dann aber noch zu verhindern gewusst.
Insgesamt war der Ausflug schon gelungen. Zwar wäre das Programm etwas individueller gestaltet netter gewesen, aber das werden wir dann womöglich beim nächsten Wochenende berücksichtigen. Negativ aufgefallen ist uns wie bereits beschrieben das Verhalten der chinesen, die nicht geholfen haben aufzuräumen sondern immer alle Kayaks blockiert haben und immer nur Blödsinn im Kopf hatten. Das soll den Gesamteindruck nicht schmälern, es war sehr sehr sehr nett.
So, dann mal einen schönen Abend noch, ich gehe noch auf eine kleine Geburtstagsfeier, bis bald

Weekendsamstag

Hallo allerseits, Am Samstag früh durften wir uns erst mal unser „Frühstück“ kaufen. Für einen Euro bekam man zwei kümmerliche, also ca. 2,5x2,5 cm große Kuchen, kein Kaffee, nur noch etwas Orangensaft. War etwas ärgerlich, weil das hätte man selbst auch noch zustandegebracht. Als wir dann das Essensgebäude verlassen haben um in den Bus zu steigen saß die ganze Gruppe noch auf der Straße, nebenbei wurde erwähnt, dass wir einen Schlafsack hätten mitbringen sollen. Wir haben dann gefragt, ob wir schnell zurücklaufen können um ihn zu holen. In französischer Manier wurde uns dann geantwortet. „Jaja, das dauert hier eh noch“. Weil sich eine der Animateusen um einige Zeit verspätete hatte, ging die Fahrt dann um ca. 11:15 los, ursprünglich angesetzt war 10:00. Auch diese Tatsache trug nicht zur allgemeinen Laune bei. Genausowenig der Umstand, dass wir in einer Gruppe von nur 10 Erasmusstudenten und sonst 58 Kindern, also Anfängern im Vorkurs erwischt hatten. Die Chinesen/Vietnamesen der Gruppe zeichneten sich vor allem durch unkontrolliertes Herumschreien, Laptop im Bus benutzen, dabei die Musik so laut aufdrehen, dass der ganze Bus zugedröhnt wurde, Laptop mit an den Strand nehmen (?????), Steine auf Enten werfen und einfach völlig unakzeptables Verhalten aus. Wie Mike sich sinngemäß ausdrückte: „Ein unkontrollierbarer, lärmender, pöbelnder Mopp, der nicht mal 5 Minuten die Schnauze halten kann.“ Gut, soviel dazu. Am Lac Leffrey südlich von Grenoble liegend angekommen, wurde uns unser Picknik ausgehändigt und wir haben uns weit weit weg von den Chinesen gesetzt. Das nette Ambiente hat einiges wieder gut gemacht, ebenso das ca. einen halben Meter lange Sandwich. Nach dem Check In in der Jugendherberge, glücklicherweise haben wir zu dritt, also Felix, Mike und ich, ein Zimmer zusammen ohne Chinesen bekommen, sind wir an eine andere Stelle des Sees gefahren, wo uns einige Leute, unter anderem Segellehrer, empfangen haben. Mein Herz schlug schon etwas höher, als ich da 5 Kats, die allesamt nicht in bestem Zustand und wohl auch nicht für Hochgeschwindigkeitsausflüge ausgelegt waren, gesehen habe. Hatte zugegeben schon Lust aufs Segeln. Als wir dann aber zu sechst auf einen Hobie 15 Verschnitt gestiegen sind, der Segellehrer mit chaotischer Segelstellung, wahrscheinlch, damit es nicht zu schnell wird, losgefahren ist und mir eins vom Pferd erzählen wollte habe ich wirklich gedacht ich bin im falschen Film. Dir weht der Wind um die Nase und du tuckerst zusammengepfercht auf einem Kat, darfst dann mal ein Seil arretieren, etwas unzufriedenstellend für jemanden, der weit über 10 Jahre mit Kats bei Starkwind zurechtgekommen ist. (*Ich weiß, mir steht die Arroganz ins Gesicht geschrieben, aber ich will nur schreiben, wie es ist*). Die Sachlage nahm eine dramatische und geradezu bombastische Wendung, als ich den Segellehrer gefragt habe, ob man denn prinzipiell hier eine Erlaubnis braucht um einen Kat zu steuern, weil ich das schon seit über 10 Jahren mache. Schlagartig wurde er mir sehr sympatisch, weil er meinte, das sei sehr gut, dann kann er mit ein paar anderen noch auf ein weiteres Boot und ich kann mit Felix und Mike selbst rausfahren. [Bild von mir und dem Chef]
Ab dann begann es auch Spaß zu machen. Auch wenn der Kat wie bereits erwähnt kein Hochgeschwindigkeitsgerät war, war er mit 3 Personen wenigstens nicht so sehr überbesetzt, sodass mal etwas Fahrt aufgenommen werden konnte. Der Segelchef hat gemeint, dass wir später noch mal die Besatzung tauschen werden, somit durfte ich mit 4 Vietnamesen auf See gehen. Meine Nerven wurden wegen lauten Herumschreiens, auf die Schwimmer steigen etc. zwar etwas strapaziert, aber die Vietnamesen zeigten sich überaus interessiert. Sie fragten mich, wie der Antrieb funktioniert. Dann habe ich was von Luftströmen erzählt. Finale Schlussfrage: „Gibt also keinen Motor?“ Da hats mich fast aus dem Boot gekippt, aber die Story sorgte überall für allgemeine Erheiterung. [Bild von der Erasmusgruppe]

Abends gab es dann ein wirklich bombastisches Essen. Bœuf B. mit Kartoffelgratin, davor einen super Salat, abschließend Apfeltorte und Käseplatte. Das erste mal das man wirklich in den Genuss der Französischen Küche gekommen ist. Abends haben wir dann noch mit der spanischen Gruppe ein bisschen Poker gespielt, war auch sehr sehr nett. Die Kommunikation lief international mal Englisch mal Französisch.

Freitag, 24. August 2007

Freitag

Gestern abend war ich noch auf dem Konzert und habe ein bisschen mit Fabio, einem Italiener, Gabriel und Carlos, den Mexikanern, jeweils aus meiner Gruppe und vielen anderen unterhalten. Haben über die verschiedenen Bräuche und Sippen geredet, echt nett. Während ich gestern abend noch auf Wolke sieben war, wurde ich heute wieder von der Realität eingeholt.
Wir hatten heute eine etwas „strengere“ Lehrerin, die den Kurs einmal in der Woche übernimmt. Spricht etwas schneller, aber ich verstehe sie auch gut. Heute nachmittag waren wirwir im Computerraum, da habe ich meinen ersten Dämpfer bekommen und wurde ich heute wieder von der Realität eingeholt. Wir haben uns ein Video anschauen dürfen und dann erst leichte und dann immer schwere Fragen beantworten müssen. Wer kennt schon die französische Fachsprache was die Kunst betrifft. Bin dann mit etwas hängendem Kopf aus dem Unterricht rausgegangen, wurde aber bald wieder von verschiedenen Leuten aufgemuntert. Kuba saß neben mir, man hatte 4 Dinge zu Auswahl, er hatte einen davon in ein Lexikon eingegeben und zwei der anderen Möglichkeiten als Erklärung (=Synonyme) zur Auswahl gehabt. Sehr lustig.
Gerade kam Fabio vorbei ums ich bei mir einen Topf auszuleihen, nachdem ich es mehrfach angeboten hatte. Ich werde dafür am Sonntag abend Italienisch bekocht, darauf freue ich mich schon sehr.
Heute abend starte ich einen Versuch, die Cliquen zu internationalisieren. Wollten an die Rhone und Wein trinken, auf alle Fälle kommen ein paar Deutsche, ich habe aber auch mal die Mexiko-Crew und Fabio gefragt. Sie klangen zuversichtlich, es könnte ein netter Abend werden. :-)
Morgen geht’s dann um halb zehn los zum Ausflug. Wassersport, Windsurfen etc steht so auf dem Programm, ich bin gespannt wie ich mich anstelle.
Alors, je vais partir à toute à l’heure, á bientôt.

Donnerstag, 23. August 2007

Mittwoch und Donnerstag

Am Mittwoch ging wie jeden Tag erst mal wieder der Sprachkurs los. Dazu ist insgesamt zu sagen, dass ich wirklich gefordert bin, mir die Sache aber auch riesig viel Spaß macht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell subjektiv empfundene Fortschritte machen kann. Mir ist klar, dass meine Lehrerin sehr deutlich spricht, aber sie meinte, dass sie einfach nur drauflosredet und sich nicht selbst bremst. Sie ist aber wirklich auch ein Orginal. Ich wollte mal nach der Unterrichtsstunde sie nur kurz was fragen, zusammen mit Fabio, dem Italiener der Gruppe, auch ein sehr netter Kerl. Die Diskussion endete in kulinarischen Diskussionen. Auch während des Unterrichts haben wir bestimmt 30 Minuten darüber gesprochen, welche Rinde von welchem Käse mitgegessen werden kann, weil das einige Mexikaner interessiert hat oder welche Früchte man waschen muss. Sie gab uns auch den Tipp, dass wir das Wasser, sollte es zu sehr nach Chlor schmecken, einfach eine Stunde stehen gelassen werden kann, damit es wieder normal schmeckt. („Cela fonctionne, je l’ai experimenté“) Da Marie-France (Name der Lehrerin) auch öfters mal in Deutschland ist hat sie von den dortigen Gemüse- und Obstmärkten erzählt und dass es dort viel einfacher sei an gescheites Gemüse heranzukommen. Heute im Kurs habe ich noch Aschaffenburg vorgestellt. Kam mir etwas „kümmerlich“ vor mit meinen 70 000 Einwohnern. Mexikostadt kommt mit 20 Millionen da schon besser weg J Hier mal ein Foto von meiner Gruppe:
Erste Reihe: Kuba (Polen), Gabriel (Mexiko), Marie-France (Lehrerin), Raphael (Brasilien), Israel (Mexiko), Carlos (Mexiko), Fabio (Italien), Laura (Spanien), Paula (Brasilien) Zweite Reihe: Stephan (Karlsruhe) Joan (Brasilien), Ich Das Foto entstand beim Besuch des Römisch-Gallischen Museums, den wir heute im Rahmen des Nachmittagssprachkurses unternommen haben. Wir hatten einen kleinen Fragekatalog, wurden aber von Marie-France gut herumgeführt und auch wenn wir bis halb sieben unterwegs waren, war der Ausflug sehr interessant und wurde von allen gut interessiert aufgenommen. Habe da schon eine nette Gruppe erwischt, aber glaube dass man momentan mit jedem hier gut zurecht kommt. Lyon spielte schon eine bedeutende Rolle zur römischen Zeit und man findet hier immer wieder Überreste von früheren Gebäuden/ Mosaiken/ Gemälden. Unsere Lehrerin hat uns dahingehend auch immer gut informiert: „Das hier wurde beim Bau des Bahnhofparkhauses gefunden“. Wie gesagt, ich habe Erklärungen gut verstanden und komme langsam auch immer besser mit den schriftlichen Sachen zurecht, also verstehe sie viel schneller als noch vor 3 Tagen. Ein schönes Gefühl. Zum Abschluss noch ein zwei Bilder, geschossen von der Großen Kathedrale (Fourvière) aus.

So, jetzt werde ich noch ein bisschen Surfen, wieder von meinem Standardplatz aus und dann noch auf ein kleines Konzert gehen, das auch in der Unikneipe stattfindet.

Morgen muss ich dann mal einen Waschsalon aufsuchen und meine ganzen Sachen aufarbeiten, am Wochenende bin ich ja nicht da.

Ich freue mich immer über Meldungen, wie es euch so geht bzw. ob ihr etwas gerne näher wissen wollt oder euch langweilig ist. Bis bald dann
Thomas

Dienstag abend

So, habe mal wieder etwas Zeit und schreibe etwas. Am Dienstag abend waren wir noch im K Fet und wurden abends noch von einigen Franzosen eingeladen, auch über die obligatorischen Öffnungszeiten heraus. Wir wurden in ein französisches Trinkspiel eingeführt, was dem ein oder anderen zum Verhängnis wurde, es war aber wirklich sehr lustig. Die Franzosen von der Kneipe hier sind super nett, die haben uns echt reihenweise das Bier ausgegeben. Hier ein paar Fotos. Martin
Mike mit einem der Franzosen
Ich mit Mike
Rest der K Fet Crew

Ich bin dann um 2 Uhr in mein Zimmer gepurzelt, den Mexikaner hat es aber nicht gestört. Wie gesagt, es war sehr lustig.

Dienstag, 21. August 2007

Erster Sprachkurstag

Hallo zusammen, habe gerade mal wieder etwas Zeit was zu schreiben, wir gehen in zwei Stunden zum Essen und ich gehe gleich ins Rechenzentrum um mir einen gescheiten Account zu besorgen. Leider regnet es hier schon fast den ganzen Tag. Ich hatte eigentlich vor mal ein bisschen Sport zu machen, das verschiebe ich dann wohl eher auf morgen, wenn da das Wetter besser wird. Hier erst mal noch ein Bild vom Rechentrumsgebäude, das von W-Lan Usern umringt ist. War mit Blitz aufgenommen, also nicht besonders tolles Foto. Ich hoffe man kann aber in Ansätzen was damit anfangen.
Die Feier gestern abend war lustig, wir waren am Rhoneufer und haben uns unterhalten und sind dann noch auf eine Geburtstagsfeier in der Campus Bar. Ist eigentlich ne ganze nette Adresse, so ne Mischung aus Juz und Unithekle, gibt auch Kicker drin, die waren aber leider besetzt. So langsam merkt man sich auch einige Gesichter hier. Cool ist echt, dass wirklich noch jeder total offen ist und noch keinem der typische Anfangs-smalltalk (Woher kommst du, was machst du?) auf den Wecker geht. Zumindest habe ich den Eindruck. So lernt man doch immer wieder neue Leute kennen. Gestern abend hat mir zum Beispiel ein Chilene eine kleine Kostprobe seines Schimpfwortrepertoirs (auf Deutsch!!!) gegeben. Wie gesagt, Feier war sehr lustig. Auf dem Rückweg wurde ich dann auch für einen Brasilianer gehalten. Dummerweise komme ich immer heim, wenn mein Zimmernachbar schon schlafen will bzw. schläft. Wie gesagt, wenn er dann morgens aufstehen will entschuldigt er sich. Ist aber wirklich ein netter Kerl. Heute morgen gab es dann wieder Frühstück. Für diejenigen die es nicht mitbekommen habe, bzw. sollte ich mich nicht klar und deutlich ausgedrückt haben: Man wird hier rund um die Uhr verpflegt, sprich Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Es werden kleine Proteste laut, weil „la restauration“ für die drei Wochen 250 Euro kosten wird, aber obligatorisch für jeden ist, der im Wohnheim wohnt, also für jeden J. Gestern abend haben wir von der Freizeitchefin hier wohl eine falsche Info bekommen, nämlich dass man auch Gerichte einzeln kaufen kann, anstelle das Komplettpacket zu nehmen. Würde wahrscheinlich jeder machen, weil sich nur das Mittagessen richtig lohnt. Darüber haben sich schon ein paar Leute beim Auslandsamt beschwert bzw. nachgefragt was jetzt Sache ist, bin auf das Ergebnis gespannt, ich denke aber dass ich um die Vollverpflegung nicht drum herumkomme. Ist auch nicht so schlimm, weil das gemeinsame Essen ja eine soziale Komponente hat, zur Zeit auch immer besser wird und ich hier mit einer (!!) Kochplatte, einem Kühlschrank und keiner Spüle wohl auch etwas überfordert wäre was Ordentliches zu kochen. Hier mal ein Foto unserer Mensa. Besonders zu erwähnen wäre die Motivation des Tellervorspülers, echt ein lustiger Kerl, der auch gestern auf der Party war, und die Essenreste/Müllbeseitungsmethode: Man schmeißt die einfach in ein Loch, dann wird es mit einem ca. 7cm hohen Wasserfluss einfach irgendwohin gespült. Vielleicht kann ich ja mal als Hiwi in der Küche arbeiten um herauszufinden, wohin der „Fluss“ führt und was damit gemacht wird.

Der Sprackurs ist auch nett und macht Spaß. Die Einteilung ist für mich ganz geschickt verlaufen. Die meisten sprechen so wie ich/ einige auch besser. Sehr gelacht habe ich , als Mike erzählt hat, dass er in einer Gruppe mit Babyfranzösisch gekommen ist, wo nicht mal ganze Sätze gesprochen werden. Lehrerin kommt rein, deutet auf die Tür „La port“ …jetzt macht sie eine andere Geste „fermé“ das alles im Schneckentempo. Gibt mehrere solche Geschichten, wie gesagt ich musste mehrere Male herzhaft lachen. Ich hoffe natürlich dass Mike es schafft, in eine angemessenere Gruppe zu kommen. Sonst lernt man ja nichts.

Ich habe eine Nord-West Französin als Lehrerin, die mich gestern auch geprüft/bewertet hatte und Verwandte in Deutschland hat. In der Gruppe sind 3 Brasilianer, 3 Mexikaner, 2 Deutsche, 1 Italiner, 1 Spanierin und 1 Pole. Sind alle ganz lustig und nett. Als ich nach der Mittagspause klatschnass in den Raum gekommen bin, hat mein Mexiko-Nachbar gemeint, ob ich mir nicht die Haare trocknen will und ein Brasilianer hat mir seinen Pullover angeboten. Der Pole ist auch ein lustiger Kerl. Wir haben uns zusammen in der Mensa angestellt und er hat beiläufig erwähnt, dass er auch Deutsch spricht. Ich habe mich dann aber weiter auf Französisch unterhalten und auch nicht auf seine Versuche, aufs Englisch umzuschwenken, reagiert. Ich wusste nicht, dass es ihm so wichtig war, aber er meinte dann irgendwann, es sei ja furchtbar sich mit mir zu unterhalten, ich weigere mich ja förmlich was anderes als französisch zu sprechen. Hat dabei aber gelacht, also es war nicht das Ende einer Deutsch-Polnischen Kooperation. Ja, die Sprache macht mir Spaß. Ich habe einen enormen subjektiven Lernzuwachs, verstehe auch schon ein paar Franzosen, die ordentlich loslegen, aber bin ja erst am Anfang.

Die Einteilung ist glaube ich ganz gut getroffen, ich komme gut mit,

So, ich hoffe ich langweile euch nicht, weil die Einträge doch meist recht lang werden. Wem es zu lang ist, der kann ich vielleicht diagonal lesen oder auch gar nicht, was allerdings schade wäre.

Ich wünsche euch allen weiterhin eine schöne Zeit, ich kann nur sagen, ich fühle mich hier sehr wohl, weil die Leute echt cool und lustig sind und sonst auch alles passt.

Grüße
Thomas

Montag, 20. August 2007

Sprachkurstest

So hallo,

nachdem ich einen weiteren Tag hier herumgebracht habe gibt es wieder ein bisschen was zu erzählen. Am Sonntag haben Elmar und ich noch mit ein paar Franzosen zusammen Beach Volleyball gespielt. War echt nett, aber auch anstrengend. Aber in Hinblick auf meine lange „Trainingspause“ war ich mit meiner Spieltechnik recht zufrieden. Nach dem Abendessen habe ich noch meinen Zimmernachbarn kennengelernt: Antonio aus Mexiko. Er ist 18 Jahre alt und macht eine Art Doppeldiplom Ist aber ein netter Kerl. Entschuldigt sich für alles. Als heute morgen der sein Wecker klingelte, hat er sich auch entschuldigt und sich erst nicht getraut aufzustehen. Hab dann gemeint, dass er gerne aufstehen und duschen kann, er muss ja zum Unterricht, ich davon abgesehen ja auch. Aber ich denke, dass ich die nächsten 3 Wochen mit ihm schon aushalten werde. Nach dem kurzen Kennenlernen sind Bentje, Felix, Mike, Elmar, Mareike, Kim und ich noch in ein „nah“ gelegenes Kino gegangen und in diesen Bruce Allmächtig Nachfolgefilm gegangen. Kann ihn nur bedingt empfehlen.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag haben wir uns dann in die Schlange zum Sprachtest eingereit. Nach kurzer Wartezeit haben wir einen Wisch und einen Raum zugeteilt bekommen und durften anfangen. Habe dafür ca ne Stunde gebraucht. Waren manchmal komische Ankreuzfragen nach dem Motto „Was will uns dieser Mensch damit sagen“, aber auch Einsetzübung Marke passé composé wie aus der Schule. Am Ende durfte ich noch ein paar Aufsätze schreiben. „Antworten sie auf diese Mail. Sie werden auf Geburtstagsfeier eingeladen und können nicht kommen. Schreiben Sie warum sie nicht kommen können“. Habe gemeint, habe am nächsten Tag Prüfung. Vielleicht nicht so authentisch, aber egal.
Danach haben 20 Leute im Raum sehnsüchtigst darauf gewartet, dass alle 7 Minuten mal ein Lehrer vorbei kommt und einen zum „test oral“ abholt. Als ich dann endlich mal zufällig ausgewählt wurde, ging ich mit einem Lehrer in ein anderes Zimmer und ich wurde ein paar Sachen gefragt. War aber eher ein Kaffekränzchen. „Vous venez d’où?“ „d’Aschaffenburg“ „Ah je le connais, j’ai un frère à Munich“ ….Smalltalk über München…. Sollte aber auch über ein aktuelles Thema in der Presse was erzählen. Habe dann den armen Jungen der im türkischen Gefängnis sitzt erwähnt. Weiß nicht ob die eher was Politisches/Wichtigeres hören wollte. Letzte Frage: „Was würden sie als Wirtschaftsminister machen?“ Hab dann bisschen über Eisenbahn und Umwelt gelabert.
Nach dem Test hatten wir noch den Rest des Tages frei, habe meinen Begrüßungsrucksack abgeholt, den ich aber aus Zeitmangel noch nicht ganz durchschauen konnte. Sind wohl Stadtpläne etc. drinnen. In der Stadt habe ich dann noch einen Billigvolleyball gekauft, einen Mountainbikeführer der Gegend hier und war noch bei der Bank um ein Konto zu eröffnen. Ging erstaunlich gut. Habe zwar öfters nachfragen müssen, man will ja auch nicht jeden Wisch unterschreiben, aber insgesamt hats schon gepasst.
Auf einer Einführungsveranstaltung des „Unterhaltungsdienstes“ hier wurde uns gesagt, dass wir die Sachen die wir morgens im Rucksack bekommen haben unbedingt durchschauen sollen, weil da Sachen drinnen sind die wichtig sind zu lesen. Muss ich mal in Ruhe machen, im Moment ist dafür noch zu viel los hier. Habe mich auch gleich für einen Wochenendtrip an der Isère angemeldet, wo man wohl Wassersport sprich Surfen, Canu fahren etc. machen kann. Da freue ich mich schon drauf. Generell wird hier auch jedes Wochenende ein längerer Ausflug und an jedem Abend/Nachmittag ein Stadtausflug angeboten, sodass ich wohl bald mehr von der Stadt sehen werde. Morgen machen wir wohl eine Rhonerundfahrt.
So gerade sitze ich auf dem steinigen Fußboden vor dem Rechenzentrum und versuche ins W Lan reinzukommen. Das Passwort hat sich wohl in der Zwischenzeit rumgesprochen, weil ich einer von ca 20 Leuten bin. Danach wollen wir noch ein bisschen ans Rhone Ufer. Morgen beginnt dann mein erster Tag im Sprachkurs. Mal sehen wie ich im Test so abgeschnitten habe, hoffe natürlich nicht über aber erst recht nicht unterfordert zu sein.

Die nächsten Tage wird hier wohl noch einiges los sein, muss auch noch viel erledigen. Vielleicht sollte ich mir mal einen eigenen Rechenzetrumsaccount holen und nicht immer mit diesem Universialuser hineingehen. Wie gesagt, das mache ich morgen, jetzt fahre ich erst mal mim Rad an die Rhone und lasse den Abend gemütlich ausklingen.

Bis bald, Viele Grüße

Thomas

P.S.: Hinter dem Gebäude hat man einen besseren Empfang. Hoffe dass sich das nicht so schnell herumspricht sonst bricht hier bald das ganze Netz zusammen. J

Sonntag, 19. August 2007

Anreise Lyon

Radelurlaub ist jetzt vorbei, jetzt gehts mit den Lyonberichten los.

Zeugs zusammengeräumt, Auto eingeladen, noch mal am Eiger vorbei

ging die Fahrt über Bern zum Genfer See. Durch die französische Schweiz über Lausanne – Genève nach Lyon. Ich hatte einen kurzen Stau, dadurch vielleicht 20min verloren. Landschaftlich war auch diese Strecke phenomenal.

. Glücklicherweise hatte ich mich das Navi genau bis vor die Türe gebracht. Dort angekommen, habe ich gleich meinen Zimmerschlüssel ausgehändigt bekommen, Gott sei Dank rechtzeitig bemerkt, dass es einen Aufzug gab und dann langsam meinen Hausrat ausgeladen. Dabei behilflich war mir Bentje, eine meiner Zimmernachbarinnen aus Göttingen. Meine erste französisch- Generalprobe habe ich bestanden, als die Rezeptionsdame mich beim Hineinschieben meines Mountainbikes darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich noch einen Mitbewohner habe und das dann vom Platz her eng werden könnte. Ich habe dann gemeint, dass ich das Rad auseinanderbaue und unters Bett schiebe, dann war sie zufrieden. Insgeheim war mir auch klar, das sich die ersten 3 Wochen hier mein Zimmer mit jemandem teilen musste, irgendjemandem musste ja das zweite Bett, der eine Koffer und das Essenzeugs gehören. An der Fluggepäckbanderole konnte ich erkennen, dass mein Mitbewohner wahrscheinlich aus Mexiko kommt. Zur Zeit sind alle Austauschleute, die schon länger hier sind auf einem Wochenendausflug, sodass ich ihn wahrscheinlich heute abend dann kennenlernen werde. Ich bin gespannt. So schlecht war es aber nicht, dass er nicht da war, weil ich doch recht viel Krempel in meinem Zimmer verstauen musste und dabei mehr als die Hälfte des Raums benötigte.


Ursprünglich wollte ich die Pedale vom Rad abmontieren und es unters Bett schieben, das abmontieren habe ich aber auch mit Elmars Hilfe, einem weiteren Austauschstudeten aus Deutschland leider nicht geschafft. Einziger Effekt war, dass wir beide danach schmutzige Klamotten und Hände hatten. Naja, am Foto könnt ihr erkennen, wie das Radproblem gelöst würde und wie auch mein Zimmer jetzt so aussieht.

In den ersten Wochen während des Sprachkurses gibt es hier Vollverpflegung, wir haben uns dann um 18 Uhr ca. zum Essen auf den Weg gemacht, dort wieder ein paar weitere Austauschstudenten aus Karlsruhe, Köln, aber auch Dublin und Chile getroffen.

Abends haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht. Wir wollten noch an einem Supermarkt vorbei, um uns für eine Party einzudecken, allerdings hatte der schon zu. Einem Gerücht zu folge hatte er bis um zehn offen. Mit solchen Gerüchten, von denen es hier mehrere gibt muss man also vorsichtig sein. Doch dazu später.
Wir sind dann bisschen durch die Stadt geschlendert, an einer Tanke vorbei und haben schließlich an einem Dönerladen ein paar Dosen Bier mitgehen lassen, mit denen wir uns dann ans Rhone Ufer gesetzt haben. Von hier aus gibt die Stadt wirklich ein sehr schönes Bild ab. Ich bin sehr auf die nächsten Tage und Wochen gespannt, wenn ich die Stadt etwas näher kennenlernen werde.
Ein Teil der Gruppe ist dann mit der letzten Tram nach Hause gefahren, Thorben, Bentje und ich wollten dann noch auf der bereits oben erwähnten Party vorbeischauen, dummerweise hatten wir uns aber die Adresse nicht genau gemerkt, sodass der Abend dann mit einem weiteren kleinen Spaziergang über die „Halbinsel“ zu Ende ging.
Ursprünglich wollten wir einen Nachtbus nach Hause nehmen, doch die Haltestellen zu finden und den Fahrplan auszumachen war schwieriger als gedacht, sodass wir dann die insgesamt ca. 7 km an den Gleisen entlang nach Haus gelaufen sind, wo wir ca 2 Uhr ankamen. Es war aber ein sehr netter Abend und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Das nächste Mal werde ich allerdings mit dem Rad in die Stadt fahren.

Den heutigen Sonntag habe ich bisher mit Frühstücken, Fotos sortieren und Blogeintrag schreiben zugebracht. Heute nachmittag wollen wir evtl. einen der Beach Volleyballplätze nutzen und/oder noch mal Lyon bei Tag erleben.
Morgen geht dann der Sprachkurs los und es sind einige Infoveranstaltungen. Mal sehen.

Soweit so gut, ich freue mich immer über Post von zu Hause. Da ich leider noch kein Internet auf dem Zimmer habe ist das per Mail im Moment am geschicktesten, doch das wird spätestens in 3 Wochen anders sein, dann bin ich abends auch per Skype erreichbar.

a bientot

Grosse Scheidegg /First / Bussalp

Das Wetter war schon wesentlich besser als am Vortag. Heute habe ich mir die „Firstseite“ des Grindelwaldtales vorgenommen und bin zunächst durchs Dorf auf die Grosse Scheidegg.
Leider hatte es sich hier auch wieder zugezogen sodass ich auf der Grossen Scheidegg angekommen erst mal meine Winterhandschuhe auspacken musste. Die Blicke ins Tal, von denen ich mir sehr viel erhofft hatte fielen dementsprechend auch eher spärlich aus. Doch das wurde im weiteren Verlauf des Tages immer besser. Von der Grossen Scheidegg bin ich auch wieder durch ein Skigebiet was ich sehr gut kannte zur First –Bergstation. Die Wolken verzogen sich mehr und mehr und die Blicke wurden immer besster. Nach einer genialen Abfahrt, die mit dem Schlitten im Winter teilweise lebensgefährlich werden kann J nach Bort bin ich auf dem Höhenweg 1600 zum Bergrestaurant Bussalp.

Von hier aus habe ich noch mal einen traumhaften Blick zum Männlichenberg, den ich am ersten Tag beradelt habe, bekommen. Nach einer Abfahrt wieder fast zurück nach Grindelwald bin ich über

Bort – Unterläger, neben Kühen und an Bächen vorbei zurück auf die Postbusstraße zur Grossen Scheidegg und hatte die letzten 400 HM Abfahrt vor mir.


Daten der Tour:53km/2462 HM


Größere Kartenansicht

http://thomas-in-lyon.homepage.t-online.de/kml/070817x.kml

Am Campingplatz zurück

habe ich wieder Christina getroffen, wir haben was gekocht und sind noch mal in die Espresso Bar. Habe dort auch mit ganz lustigen Wahl- /Berufsgrindelwaldern, aber auch mit einem Einheimischen geredet. War sehr nett dort.


Insgesamt haben sich die drei Tage sehr gelohnt. Man hat in Grindelwald eine fantastische Bergkulisse und ich habe beschlossen, dass ich in nächster Zeit auf alle Fälle wieder mal nach Grindelwald fahre, dann aber vll. nicht mehr alleine. (Verschiedene Personenkreise dürfen sich angesprochen fühlen J) Würde mich aber auch noch mal alleine auf den Weg machen, wie gesagt es lohnt sich. Ich will aber nicht bestreiten, dass es noch weitere sehr schöne Flecken in den Alpen gibt, für die es sich lohnen würde ein paar freie Tage zu „opfern“.

Mürren und Wengen

Bereits morgens hat es angefangen zu regnen. Mit Regenequipment startete ich dann ca. 11 Uhr. Ich bin zunächst das Schwarze Lütschienental zurück bis Zweilütschienen gefahren, dort in das Paralleltal eingebogen und von Lauterbrunnen nach Mürren gefahren [Für Insider: Hier wurde glaube ich 1969 der James Bond gedreht]. Es war auf dem Weg dort immer noch bewölkt, aber zwischenzeitlich konnte ich fantastische Blicke in das gegenüberliegende Wengen genießen.
Die Abfahrt von Mürren zurück nach Lauterbrunnen war bombastisch. Direkt neben den Felsen verlief der Weg auch immer wieder direkt neben Wasserfällen.
Die senkrechten Felswände im Tal der „weißen Lütschiene“, liegt sind sehr eindrucksvoll. Von Lauterbrunnen aus bin ich über Wengen und die Kleine Scheidegg zurück nach Grindelwald gefahren. Da ich die Gegend noch gut vom Skifahren kannte war sie landschaftlich auch sehr interessant für mich, ich habe sehr viele Stellen wiedererkannt. Leider hatte es sich ab ca. 1500 HM zugezogen, sodass ich die letzen 600 HM im Nebel hochgeklettert bin. Die Abfahrt zurück nach Grindelwald verlief im Regen und im Nebel. Sehr schade, weil der Blick auf den Eiger grandios gewesen wäre.
Unten bin ich patschnass angekommen, wo ich Christina auch wieder getroffen habe, mit der ich dann was gekocht habe. Anschließend sind wir noch in den „Grindelwalder Gulli“.
Daten der Radtour: 70km 2519 HM


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Anreise nach Grindelwald

Hallo allerseits, nachdem ich gestern angekommen bin, wird es Zeit hier mal einiges zu aktualisieren. Doch am besten gehe ich chronologisch vor:

Nachdem ich im Eilverfahren noch schnell einige Formalitäten in Stuttgart erledigt und meinen Schlüssel bei meinem Vermieter abgegeben habe, bin ich ca. halb elf losgekommen
und über Zürich – Luzern – Brünigpass um ca 15:30 in Grindelwald angekommen. . Dort habe ich einen Campingplatz aufgesucht, das Zelt aufgebaut und bin dann gleich zur ersten Radtour aufgebrochen. Nach zwei einhalb Stunden war ich dann auf 2300m auf dem Männlichen Gipfel. Der sehr schöne Blick ins Tal von Grindelwald beim Hochfahren, und die phenomenale Aussicht in alle Richtungen und insbesondere auf den Eiger haben mich für die 1300 HM Aufstieg belohnt.


Nach einer grandiosen Abfahrt habe ich zurückgekommen auf dem Campingplatz noch Christina kennen gelernt, die auch aus der Nähe von Aschaffenburg kommt und auch schon längere Zeit in Grindelwald gearbeitet hat. Als ich dann um 22 Uhr mit aufräumen, essen und duschen fertig war, hatte ich mir noch kurz überlegt, aufs Grindelwalder Dorffest zu gehen, es dann aber wegen Müdigkeit und Erschöpftheit sein gelassen.


Daten der Radtour: 30km 1400 HM



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Dienstag, 14. August 2007

Es wird ernst

Halli Hallo,

langsam wird es ernst. Ich habe gerade meine Wohnung, die ich morgen an meinen Untermieter übergeben will, sauber gemacht und aufgeräumt.
Heute vormittag habe ich noch meinen letzte Prüfung "Grundlagen der Schienenfahrzeuge" geschrieben. Insgesamt war ich recht zufrieden, ich hoffe auf eine gute Note. Gleich fahre ich in die Stadt in den Biergarten, um mich noch von meinem Chef, ein paar Hiwi-Kollegen und ein paar weiteren Leuten zu verabschieden.
Morgen früh fahre ich dann los in Richtung Schweiz. Dort will ich noch 3 Mountainbiketouren/~tage verbringen, um dann am Samstag weiter nach Lyon zu fahren. Dort werde ich zumindest laut Akzeptanzschreiben rund um die Uhr empfangen, sodass ich sehr flexibel bin.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in meiner insgesamt doch recht hektischen Abreise unterstützt haben.
Vielen Dank für die netten Worte und Erinnerungen zum Abschied, danke an alle, die Umwege unternommen haben, um noch mal bei mir vorbeizuschauen, danke für den netten Abend an meiner Abschiedsfeier am 5. August in Aschaffenburg.

Nichtsdestotrotz freue ich mich ungemein, dass nun endlich die Zeit gekommen ist, das Auslandssemester in Frankreich anzufangen.

Viele Grüße &bis bald

Thomas

Sonntag, 5. August 2007

Blog ist online


Liebe Freunde,

um euch während meines Frankreichaufenthaltes ein bisschen auf dem laufenden halten zu können, habe ich diesen Blog eingerichtet. Ich werde versuchen ihn mindestens einmal die Woche oder wenn es interessante Dinge zu erzählen gibt, zu aktualisieren.

Gruß