Sonntag, 23. September 2007

Camargue

Heute haben wir uns die Erkundung des Camargue Gebietes vorgenommen. Die Camargue ist ein sehr großes Sumpfgebiet am „Rhonedelta“, in der sich sehr viele Seen und Sümpfe befinden. Die Camargue steht komplett unter Naturschutz. Wir sind zunächst, unseren Krempel ins Auto hineingestopft, wo sich wiedermal der Kombi ausgezahlt hat, auf einer etwas unwegsamen Straße zu einem alten Fort gefahren, von dem aus man die Sumpflandschaft gut beobachten konnte. Der Zugang bis dorthin verlief teilweise auf einer „Route privée“, die aber wesentlich besser instandgehalten war als die öffentliche Route, die einem Slalom aus riesigen Pfützen und Schlaglöchern ähnelte. []
Als nächstes Ziel stand Staintes Maires de la Mer auf dem Programm, eine Stadt nahe der Mündung der kleinen Rhone und zwischen der kleinen und der großen Camargue liegend. Nach einem kurzen Strandtrip,
den ich zum Baden genutzt habe, haben wir in der Stadt einen Kaffee getrunken und uns die Wallfahrtskirche angesehen.
Die dritte Station der „Tuckerfahrt“ war bei Méjane, wo ein Touristenweg von ca. 2,5km ausgezeichnet war, den wir daraufhin genommen haben. Neben ein paar Rindern und Pferden haben wir in den Kanälen, die nach Begradigung der Rhone zur Bewässerung der Reisfelder angelegt werden mussten, einige Bieber beobachten können. Sehr lustige putzige Tiere. (Mit den Elefanten und Antilopen aus Simons Blog können sie allerdings nicht mithalten.) []
Hier noch ein Landschaftsbild. Am Horizont kann man einige Flamingos erkennen.
War eine nette, lockere Rundfahrt, bei der jeder auf seine Kosten gekommen ist. Es wurde nicht gestresst, nicht gehetzt. Das ist Urlaub!

Der nächste Campingplatz befand sich in Arles, einer Stadt mit römischem Hintergrund, wie sich beim Lesen der Reiseführer auf der Fahrt dorthin herausstellte. Dieser Stadt ist dann Avignon zum Opfer gefallen, eine Stadt, die man sich dann wohl auf einem separaten Trip mal ansehen muss.

Die Reiseführer haben schon vor den Mückenattacken gewarnt. Dummerweise war ich nicht ganz vorsichtig und habe den Kofferraum mit angeschaltetem Licht wohl mal für eine halbe Minute offen stehen lassen. Dazu muss man wissen, dass Felix und Alison, Birgen und Zäzilia jeweils im Zelt und ich immer im Auto geschlafen habe. Wenn man die Rücksitzbänke ausbaut eine sehr bequeme Sache. Allerdings stand mir diesmal eine schlaflose Nacht bevor, weil ich meinen Schlafraum mit ca. 5 Mücken teilen musste. Ca. jede halbe Minute hörte ich das berühmte Mückensumm-Geräusch. 4 Mücken sind nicht lebend aus dem Auto nach Hause zurückgekehrt, allerdings habe ich wohl durch mein Taschenlampengefunsel, um die Mücken im Auto zu killen weitere angelockt, die durch den Lüftungsspalt eingetreten sind. Keine sehr erholsame Nacht, die aber sonst keine schlimmeren Folgen für mich hatte.

Keine Kommentare: